aktion tier: Vom Tierschutzverein zum Hundehändler?

Die bundesweite Organisation Aktion Tier will nach einer Meldung der HNA.de auf dem ehemaligen Tierheimgelände am Hopfenberg eine Beschlagnahmungs- und Auffangstation für bis zu 500 Hunde einrichten!

Demnach berichtet Manfred Fuchs, Vorstandsmitglied des Vereins, dem das Gelände auf dem Hopfenberg gehört, vor dem Stadtentwicklungausschuss, dass "aktion tier" zusammen mit der Eröffnung einer Hundestation auch wieder ein Tierheimbetrieb angeschlossen werden könnte.

Aktion Tier hatte das Tierheim vor knapp zwei Jahren geschlossen. In der Beschlagnahmungs- und Auffangstation sollten nach ersten Planungen von Aktion Tier "mehrere hundert Hunde" untergebracht werden, so Fuchs. Auf Nachfrage sprach er von maximal 500 Tieren. Auch Katzen könnten im kleineren Maßstab (60-80 Tiere) aufgenommen werden.

Die Einrichtung solle eine Drehscheibe für Hunde und Katzen werden. Die Tiere würden dort temporär aufgenommen und dann bundesweit weitervermittelt. Auch Tiere aus behördlichen Beschlagnahmungen in ganz Deutschland wolle man in der Station aufnehmen.

Woher die große Anzahl der Tiere kommen solle, ist bisher nicht erörtert worden. Bereits in der Vergangenheit hat aktion tier z.B. große Anzahlen von Hunden aus Rumänien eingeführt und an finanziell unterstützte Tierheime in ganz Deutschland zur Vermittlung weiter gegeben.

Aus einem der VP-Redaktion vorliegenden Rundschreiben aus 2009 geht hervor, dass der bundesweit agierende Verein seine Unterstützung der deutschen Tierheime massiv zurückfahren möchte, da durch die Einrichtung von Tierheimen die Mentalität der deutschen Halter zur Abgabe erleichtert würde und man das Geld lieber in zukunftsträchtigere Projekte investieren wolle.

Wenn diese Projekte sich allerdings als "Drehscheiben für den Heimtier-Vertrieb" darstellen, dann mag zumindest die Bezeichnung "Tierschutz" mehr als fragwürdig angesehen werden.

Nicht nur, dass ein deutschlandweit agierender Heimtiervertrieb in direkte Konkurrenz mit den bisher unterstützten Tierheimen tritt. Auch die seither durch das (Verkaufs-)Argument der finanziellen Hilfe der lokalen Tierheime durch die Beiträge an aktion tier geworbenen Mitglieder in allen deutschen Fussgängerzonen und Einkaufsmärkten, werden sich hintergangen fühlen.

Quellen: HNA.de

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