"Joshi war im eigenen Fell gefangen"

Verfilzt, verlaust, mit schwärenden Wunden, unfähig sich fortzubewegen - so lag die armselige Kreatur im Zuzenhausener Allmendweg. Für das Tier kam trotz intensiver Rettungsversuche jede Hilfe zu spät, es musste eingeschläfert werden. Jetzt wird nach dem Hundehalter gesucht.

"Das ist der schlimmste Fall, den ich jemals gehabt habe", sagt Gaby Strobel-Maus vom Sinsheimer Tierheim. Dort verbrachte der geschundene Hund seine letzten Stunden. Gefunden worden war der Vierbeiner, der zur Rasse der ungarischen Hütehunde (Puli) gehören könnte, am frühen Mittwochmorgen in Zuzenhausen. Anwohner des Allmendwegs hörten sein Gejaule. Weil der Hund unmöglich von selbst in das Wohnviertel unweit der Bundesstraße 45 gelangt sein kann, wird vermutet, dass ihn sein Herrchen kurzerhand aus dem Auto geworfen hat.

Der Rüde, der vom Tierheim auf den Namen "Joshi" getauft wurde, bot einen schrecklichen Anblick: Die von Kot und Dreck verklebten Haare hatten sich rund um den gesamten Tierkörper geschlungen, sodass das Tier im eigenen Fell gefangen war. Die Krallen waren derart lang und verwachsen, dass es dem Tier nicht möglich war, auf eigenen Beinen zu stehen. Und das schlimmste: Am Oberschenkel und an der Rückenpartie klafften große Wunden, der Schwanz hatte einen offenen Bruch. Unzählige Maden hatten sich im Fleisch niedergelassen. Der Hund muss unter Höllenqualen gelitten haben. "Er wurde praktisch bei lebendigem Leibe aufgefressen", formuliert es Gaby Strobel-Maus drastisch.

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