BUND befürwortet Jagd

"Mein Kollege vertritt die Position des BUND, die man kurz so zusammenfassen kann: Wald vor Wild".

Mit diesem Satz verteidigtder Sprecher des BUND, Crasten Fritsch, die umstrittenen Äußerungen des BUND-Regionalvorsitzenden Hans-Jürgen Bannasch in einem Interview. Hans-Jürgen Bannasch sagte unter anderem: „Wenn die Jagd waidgerecht ausgeübt wird, wovon ich bei uns ausgehe, nützt sie – auch im Naturschutzgebiet.“

Gegen diese Auffassung eines der größten Umwelt- und Naturschutzvereins regt sich bei Tierschützers Widerspruch:

"Eine solche Position ist nach Meinung von JagdAberFair, einer Tierschutz-Initiative mit dem Schwerpunkt Jagd, weder aus Sicht des Tierschutzes noch unter ethischen Gesichtspunkten vertretbar. Die "waidgerechte" Jagd erfordert Jahr für Jahr inklusive Dunkelziffer etwa 8 Millionen Tieropfer. Ca. 2-4 Millionen der von Jägern getöteten Wild- und Haustiere verenden dabei qualvoll, entweder weil sie nicht tötlich getroffen wurden oder weil sie in Todschlagfallen lebensgefährlich verletzt wurden. Der Großteil dieser Tiere wird entsorgt, ein Tod allein für das "Vergnügen" der Jagd. Neben diesem tierquälerischen Aspekt scheint BUND ferner billigend in Kauf zu nehmen, dass jedes Jahr durch mehr als 1.000 Tonnen Bleischrot Grund und Boden, Gewässer und durch die Nahrungskette Mensch und Tier vergiftet werden. Selbst das von Herrn Fritsch vorgeschobene Argument "Wald vor Wild" sticht nicht - die Jagd auf Rehe und Rotwild wie sie heute ausgeführt wird ist im Hinblick auf das, was sich "Wald vor Wild"-Befürworter davon versprechen vollkommen ineffektiv."

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