Tierschutz als Deckmantel für Naziideologien?

Die Sympathie für Tiere wird oft von Nazis instrumentalisiert, um auf antidemokratische und rassenbiologische Positionen überzuleiten.
So zeigt sich die Tierliebe der Rechtsextremen besonders dann, wenn sie sich gegen eigene Feindbilder richten lässt.

Beim Thema Tier- und Umweltschutz geht es den Nazis nicht um die Sache an sich, sondern vielmehr um die Sicherung der "Lebensgrundlage" der deutschen "Volksgemeinschaft". Durch gesellschaftskritische Inhalte und clevere Kommunikationsmaßnahmen wird versucht, in sozialen Bewegungen Fuß zu fassen und Sympathisanten für sich zu gewinnen.

Wenn sich "Autonome Nationalisten" in Sachen Tierrechte und Naturschutz engagieren, können sie auf NS-Traditionen zurückgreifen. Schon im Jahr 1933 verabschiedeten die Nationalsozialisten das erste Tierschutzgesetz ("Reichstierschutzgesetz") in Deutschland. Für sie war bereits damals der Tierschutz ein populäres Thema, das genutzt wurde, um Juden mit Tierschutzargumentationen zu diskriminieren.

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